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Grundwasser

Aus unserem ersten offenen Brief vom 14.August 2011 (!):

3) Grundwasserproblematik

Die Versiegelung der Fläche und die Tiefgarage werfen insbesondere Fragen zum Grundwasser und Auswirkungen auf Natur und bestehende Bebauung auf. Neben negativen Auswirkungen auf die Natur befürchten wir weitere Schäden an unseren Häusern. Wir Bewohner erleben noch heute die Folgen des Baus der Unterführung Ammerländer Heerstrasse und befürchten eine Verschlimmerung.

Nun, was lässt sich zu diesem Themenpunkt nach der Auslegung ausführen? Auf die Auswirkungen auf das  Grundwasser wird überhaupt nicht näher eingegangen. Im Gegenteil:

  1. Auswirkungen durch den Bau der Tiefgarage wurden nicht untersucht.
  2. Die Geländeoberkannte (also dort, wo ein Haus anfängt, ein Garten ist etc.) wird nicht genau festgelegt. Im Grunde lassen sich alle Häuser erhöht bauen.
  3. Es ist geplant, nahezu den ganzen Niederschlag, der auf die Häuser und auf das Gelände nieder gehen in den Graben neben der Wallhecke und damit angrenzend zu den Grundstücken am Rehweg zu führen. Dieser Graben ist zur Zeit fast immer trocken. In Zukunft soll hier das “Ausgleichsbiotop” für den vorhandenen Teich geschaffen werden. Es ist also geplant und gewollt, daß hier ständig Wasser drin steht. Es fehlen Berechnungen, daß dieser Graben überhaupt für die Wassermengen ausreicht und wie sich das auf das Grundwasser auswirkt. Dazu wird noch nicht einmal geregelt, daß der Graben regelmäßig zu reinigen ist. Im Moment sind da nur Reste von Graben zu entdecken.
    Warum ist das für uns so wichtig?
    Zum einen werden/können alle Häuser auf der Netzfabrik erhöht gebaut werden. Das ganze Wasser wird also schön in unsere Richtung seinen Weg suchen und die jetzt schon nassen Gärten und Keller werden noch einmal nasser. Langfristige Schäden am Haus inklusive.
    Zum anderen ist im Bereich der Wallhecke sogar laut Satzung eine Veränderung des Grundwassers nicht erlaubt. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die plötzliche Flutung des Grabens keine Auswirkungen auf das Grundwasser hat. Nachdem während der Bauphase eine Wässerung der Bäume bisher nicht geplant ist und damit eher mit einem Austrocknen zu rechnen ist, kommt dann der nass getränkte Graben. Dass dann die mächtigen Bäume nach und nach das Zeitliche segnet, wird einfach mal in Kauf genommen. So genau will das wohl keiner untersuchen oder wissen.
  4. Es wird kein maximaler Versiegelungsgrad festgelegt. Es wird noch nicht einmal festgelegt, daß Zuwegungen und Parkplätze aus wasserdurchlässigen Materialien bestehen müssen. In anderen parallel geführten Verfahren wird so etwas festgelegt. Hier nicht…

Das haben wir mal kurz zusammen gefasst in folgenden Kritikpunkten

  1. Fehlende genaue Höhenangaben für Geländeoberkante (insbesondere Gebäude E+F)
  2. Mögliche Erhöhung des gesamten Geländes (auch Gebäude E+F)
  3. Entwässerung des Geländes zu Lasten der Anwohnergrundstücke (Grundwasserdruck, Anhebung des Grundwassers, Graben nicht ausreichend, Pflege nicht geregelt)
  4. Flutung des Grabens widerspricht Schutzgrundsatz für die Wallhecke (Veränderung des Grundwassers)
  5. Biotop soll durch Entwässerungsgraben „ausgeglichen“ werden

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