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Lärm

Die Bürgerinitiative hat diesen Schalltechnischen Bericht von dem Akustikbüro Oldenburg (Dr. Christian Nocke) begutachten lassen. In diesem Gutachten wird detailliert darauf eingegangen, welche Lärmquellen nicht einbezogen oder falsch berechnet wurden. Abschließend stellt er als Fazit darin fest:

Insgesamt ist der Schalltechnische Bericht [...] als unvollständig, damit fehlerhaft und somit unbrauchbar für das Bebauungsplanverfahren zu bewerten.

Das Lärmgutachten hat zum einen die Aufgabe, den Lärm zu errechnen, der durch die neue Nutzung auf die anliegenden Grundstücke entsteht.. Zum anderen wird hier auch erörtert, welche Lärmquellen bereits vorhanden sind und wie der Lärmpegel auf dem Grundstück der Netzfabrik selber ist.

Mit Lärm sollte sich ja inzwischen die halbe Stadt auskennen (Stichwort Bahnlärm).Fangen wir doch mit dem Bahnlärm an, weil die Bahn direkt vor der Haustür vorbei fährt. Hier wurden nicht nachvollziehbare Zahlen zugrunde gelegt. Allein ein Blick in den Fahrplan genügt um zu sehen, daß die Bahnzahlen nicht stimmen. Doch haben wir uns offizielle Zahlen von der Bahn geholt. Und siehe da, es fehlen z.B. tagsüber 32 Züge (44 statt 76), eine gehörige Anzahl, die aus nicht erfindlichen Gründen keine Erwähnung finden.

Zu viel Lärm mindert unser Wohlbefinden und unsere Lebensqualität erheblich. Nicht umsonst gibt es daher Grenzwerte, wieviel Lärm für ein Wohngebiet als akzeptabel gilt. Das gilt natürlich auch an der Netzfabrik, auf dem Gelände als auch für die Anlieger. Auch hier müssen Grenzwerte eingehalten werden, eigentlich klar, oder?

Allgemein anerkannt ist z.B. ein nächtlicher Grenzwert von 45dB(A), denn darüber ist ein ungestörter Schlaf bei teilweise geöffnetem Fenster häufig nicht mehr möglich. In dem Lärmgutachtern werden einfach mal 50 dB(A) angesetzt. Wieso darf es denn hier lauter sein als anderswo? Wird nirgendwo erklärt. Würde man allein diesen niedrigeren Grenzwert ansetzen, müssten eine Reihe von weiteren Schallschutzmaßnahmen erfolgen. Vielleicht könnte man die Bebauung auch so nicht umsetzen, allein aus diesem Grund.

Wer kriegt denn den Lärm ab?

Einige direkte Anlieger sind sehr massiv und direkt betroffen, da die Zuwegung auf das Gelände, also auch in die Tiefgarage sehr nah an Ihrem Haus liegt. Also über 100 Autos werden täglich hin und her bewegt und machen dabei natürlich Lärm. Da hat man ja auch schon an eine Lärmschutzwand gedacht. Doch leider reicht diese nicht aus, um den Lärm unter 45 dB(A) zu bringen.

Die zukünftigen Bewohner sind natürlich ebenfalls von Lärm betroffen: die Bahnlinie führt direkt vor der Haustür vorbei, dazu die Ammerländer Heerstr, die Carl-von-Ossietzky-Str. und dann noch die Autobahn in einiger Entfernung. Schon mit dem fehlerhaftem Lärmgutachen müssen Schallschutzmaßnahmen an einer Reihe von Fassaden durchgeführt werden. Was wird notwendig sein, wenn die Berechnungen und Grenzwerte mal richtig angewendet werden? Was für eine Art von Wohnraum wird das überhaupt sein?

Notice

Wird noch fortgesetzt mit folgenden Themen…
  1. Fehlende Einbeziehung einer Reihe von Lärmemissionen (insbes. Lärm auf dem Grundstück, siehe auch unten)
  2. Fehlende Einhausung der Tiefgarage

Daraus folgt

  1. Berücksichtigung der üblichen Lärmgrenzwerte für Wohnraum
  2. Neuberechnung des Lärms der Bahn (inkl. des S-Bahnhaltepunktes)
  3. Berücksichtigung des Lärms des Binnengrundstückes
  4. Neuberechnung des Lärms der Tiefgaragenausfahrt mit der richtigen Formel
  5. Neuberechnung des Lärms aus der Energiezentrale, sowie Belüftung und Müllentsorgung
  6. Berücksichtigung von Lärmkontingenten (z.B. Rosier)
  7. Neuberechnung des Lärms der Durchfahrtstrasse ´Carl-von-Ossietzky-Straße´
Fazit: Einhaltung des Lärmschutzes der angrenzenden Wohnhäuser Klärung, ob die geplante Bebauung als Wohngebäude so möglich ist

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