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Worum geht es?

Auf der Fläche der alten Netzfabrik in Wechloy (Oldenburg) plant die Business Park Oldenburg GmbH (BPO) einen “Wohnpark”. Ob dieser nun “Wohnpark Alte Netzfabrik” oder “Wohnpark Wechloy” heißen wird, ist wohl noch unklar. Auf jeden Fall liegt bei der Planung der BPO die Betonung eindeutig auf WOHN und nicht auf PARK, denn für Grünes bleibt hier nicht mehr viel Platz, wenn es nach ihren Plänen geht. Es wird für diese Gegend viel zu dicht und hoch geplant. Das Areal ist nur einen guten Hektar groß und es sollen 18 Gebäude mit bis zu 5 Stockwerken gebaut werden. (“Nur” – es waren mal 8 Stockwerke geplant) Und das in einer Umgebung, die von Einfamilienhäusern geprägt ist. Viel anderes darf hier nämlich ansonsten nicht gebaut werden und hoch sowieso nicht.

Nachdem im Dezember 2010 bereits von moderaten Plänen in der NWZ zu lesen war, war Anfang Juni 2011 erstmals von großen Plänen zu lesen. Da sollte doch tatsächlich ein 8-stöckiges Hochhaus neben weiteren Wohnblöcken platziert werden: insgesamt 100 Wohneinheiten mit ca. 12500 qm Bruttogeschossfläche, Büros und Café inklusive. Das geht natürlich nur bei einer SEHR dichten Bauweise, noch dazu in die Höhe. Eine vergleichbare Dichte soll es in Oldenburg noch nicht geben.

Nach ersten deutlichen Protesten der neu gegründeteten Bürgerinitiative wurden die Investoren am 01.09.2011 vom Bauausschuss der Stadt aufgefordert, die Pläne zu ändern und eine niedrigere, weniger dichte Bauweise zu planen, von 3-4 Geschossen war die Rede. Die Investoren zierten sich genau drei Monate und legten erst zum 01.12.2011 neue Pläne vor. Es gab wenige Änderungen, die Vorgaben wurden bei Weitem nicht umgesetzt. Nach weiteren Aktionen der BI und akribischen Vorrechnen der Ungereimtheiten in den Plänen (u.a. fehlte der nötige  Parkraum) sind die aktuellen Planungen im Groben so (Stand 1.3.2012):

  • Eine geschlossene Front an der Ammerländer Heerstr., ca. 165 m lang
    darin verschiedende Geschosse und Höhen von 14-17 m.
  • Beginnend vom Grotepool:
    kurzes Gebäude von 4 Geschossen (3+Staffelgeschoss) mit “Tiefgarage” die 2 m aus dem Boden ragt zum Grotepool (14 m hoch – so hoch wie das hohe Rosiergebäude)
  • Dann weiter über den längsten Teil 5 Geschosse (4+Staffelgeschoss)
    (17 m hoch, so hoch wie das Öcozentrum)
  • Zum Schluß zur Kurt-Huber-Str. kurzes Gebäude mit 4 Geschossen (3+Staffelgeschoss)
  • 14 Reihenhäuser mit 3 Geschossen (2 + Staffel) im südlichen Teil
  • Weiter eine „Souterrain“-garage, die 1-2 m aus dem Boden ragt. Dadurch sind die Wohnblöcke erhöht.

Nach Veröffentlichung der ersten großen Pläne hat sich eine Bürgerinitiative gegründet. Die Bürgerinitiative für eine nachhaltige Nutzung der Netzfabrikfläche Wechloy verfolgt diese Ziele:

  • Für eine nachbarschaftsgetreue Bebauung und Nutzung der Fläche
  • Beachtung der bestehenden Natur

An diesen Leitlinien orientiert sich die Vielzahl der Kritik, die wir an der ersten und gegenwärtigen Planung haben. Diese Kritik richtet sich vor allem gegen

  • zu hohe und dichte, nicht nachbarschaftsgetreue Bebauung
  • nicht ausreichende Parkflächen auf dem Gelände, damit Parktourismus in umliegende Straßen
  • Lärm durch Verkehr auf das und auf dem Gelände
  • keine genügende Beachtung der vorhandenen Natur (Stichworte: Wallhecke, Baumbestand, Biotop mit Amphibien, Fledermäuse)

Permanentlink zu diesem Beitrag: http://www.netzfabrik-wechloy.de/worum-geht-es/

Die Netzfabrik in Wechloy

Den Menschen, die hier in Wechloy wohnen ist die Netzfabrik ein Begriff. Andere Oldenburger sind bestimmt schon oft vorbei gefahren, ohne es zu bemerken. Die alte Netzfabrik liegt an der Ammerländer Heerstr. auf der Höhe der Unterführung und damit für Durchfahrende kaum wahrnehmbar. Das Gelände selbst ist über die Carl-von-Ossietzky-Str. zu erreichen. Fährt man z.B. …

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